Netflix

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Die Story

 

Wer ist eigentlich Netflix? Wer steht hinter diesem Streamingdienst, den viele auch den Branchenprimus nennen?

Netflix ist ein Unternehmen, dass 1997 von Reed Hastings und Marc Randolph in Los Gatos (Kalifornien) gegründet wurde. Ursprünglich  war es zunächst eine Online- Videothek, dass Filme an seine Abonnenten versendete. Schon damals wurde eine Faltrate und individuelle Inhalte anhand deren Vorlieben den Konsumenten angeboten. Im Jahr 2007 erkannten die Geschäftsführer das Potential der stetig steigenden Nutzung des Internets und die Möglichkeiten die sich daraus ergaben.

Der nächste logische Schritt musste die Revolutionierung unseres linearen TV Konsums sein, der wenig, bis gar keinen Spielraum für Individualisierung ließ. So war die Stunde des Streamig-on-Demand geboren. Dass dies jedoch kein leichtes Unterfangen war, kann jeder erahnen, der die Filmindustrie und deren veraltete Vertriebskonzepte auch nur im Entferntesten kennt. So waren es zähe, langwierige und schwierige Verhandlungen mit Filmstudios, die Angst hatten, sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen.

Doch nichts desto trotz schaffte es Netflix und im Dezember 2010 hatte das Unternehmen schon einen Marktwert von zehn Milliarden Dollar. Zuerst nur in den Vereinigten Staaten verfügbar, begann das Unternehmen langsam seine Expansion. Erster Stopp war Kanada. Doch bis Netflix auch den europäischen Kontinent erreichte, vergingen noch vier weitere Jahre. Wir schreiben das Jahr 2014 und Netflix bot seinen Dienst nun in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien und Luxenburg an. Doch aller Anfang ist schwer, und so waren zu Beginn viele Serien und Filme auf unseren Kontinent wegen Lizenzvereinbarungen leider nicht verfügbar. So war es beim Launch zwar eine interessante Möglichkeit, doch für ein Bezahlabo für viele User nicht lukrativ genug. Dies wusste natürlich auch das Unternehmen und es setzte alles daran dies so schnell wie möglich zu ändern. Sie haben es natürlich geschafft und sind mittlerweile, oder immer noch, vor allem mein persönlicher Favorit unter den Streaming Anbietern.

Die Fakten

 

Netflix bietet sein Dienst auf fast so ziemlich allen Plattformen und Geräten an die es auf dem Markt gibt. Angefangen natürlich bei allen TV´s und Blue Ray Playern die sich die Netflix App downloaden können, aber auch Spielekonsolen wie die Playstation, die Xbox und sogar die Vertreter des Nintendo Universums rund um die Wii bis zum Nintendo 2DS sind fähig, Netflix wiederzugeben. Des Weiteren natürlich alle Set-Top Boxen rund um Apple und Amazon und zu guter Letzt natürlich unser geliebtes Smartphone ist fähig uns unterwegs Kinoerlebnis hautnah erleben zu lassen.

Zu den ganzen Video Codecs möchte ich euch hier und jetzt nicht langweile, aber wie ihr vermutet, lässt auch hier Netflix keine Wünsche offen. Die Videos werden von SD Qualität bis zu UHD Qualität angeboten. Letzteres ist zwar noch nicht so weit verbreitet, entwickelt sich aber rasend schnell. Welche Qualität ihr empfangen könnt, hängt natürlich ab von eurer Internetanbindung. Netflix passt die Qualität dynamisch an die momentane Downloadrate an, um eine flüssige Darstellung zu gewährleisten. Für die niedrigste Qualität muss aber immerhin doch eine Downloadrate von 1,5 Mbit/s zur Verfügung stehen. Will man den Stream in HD genießen, sollten es schon mindestens 3,5 Mbit/s sein, Trend natürlich aufwärts. Für UHD Empfang schlagen schon 7,5 bis zu 25 Mbit/s zu buche. Also, es lohnt sich in seine Internetanbindung zu investieren, um in den vollen Genuss der Darstellung zu kommen.

Für die Audiophilen unter uns ist natürlich auch gesorgt und vom spartanischen Stereo bis hin zum vollen Audio Genuss unter Dolby Digital Plus 7.1 ist alles dabei. Dies hängt natürlich vom Gerät ab mit dem ihr Netflix streamt.

Wer sich fragt, warum Netflix so gut wie immer störungsfreie und flüssige Streams anbieten kann, dafür haben wir natürlich auch eine Antwort. Dieses System nennt sich Content Delivery Network und bedeutet vereinfacht ausgedrückt, dass eine Menge Server über den Kontinent verteilt die Netflix Inhalte gespeichert hat und der Server zu euch streamt, der Kapazitäten frei hat.

Das Interface

Das Interface des Portals ist subjektiv gesehen sehr gelungen. Bilder der einzelnen vorgeschlagenen Filme uns Serien erscheinen im Vordergrund. Diese sind in den einzelnen Kategorien wie Balkendiagramme von links nach rechts angeordnet. Im Hintergrund ist ein Screenshot der gerade ausgewählten Serie beziehungsweise Film, der, wenn man lang genug wartet, als Trailer zum Abspielen beginnt. Eigentlich eine nette Idee die zu Beginn als Bereicherung und gelungen erscheint, doch bei längeren Streaming – Sessions und so machen Pausen dazwischen, kann es schon ziemlich nerven bis nervtötend sein, wenn plötzlich wieder ein Trailer in einer Endlosschleife durchläuft. 

Die Kategorien und die darin enthaltenen Inhalte werden auf die persönlichen Vorlieben angepasst und werden mit der Zeit immer treffsicherer. Netflix wertet dafür deine gesehenen Inhalte aus und durch einen ständig aktualisierten Algorythmus werden die Vorschläge angepasst.

Die Inhalte die am aktuellsten sind werden in der ersten Reihe geordnet, was einem den Zugriff ziemlich erleichtert. Aber da sind wir schon beim nächsten kleinen Problem. Ab und an kommt es vor, dass die derzeitige Lieblings Serie aus dieser Liste verschwindet. Was zum einen für große Verwunderung und Staunen sorgt, zum anderen aber zur lästigen Suche nötigt, die manchmal sogar in der textlichen Suchfunktion endet.

Es können bis zu vier einzelne Profile angelegt werden. Bei jedem neuen Einstieg in die App oder Website wird dies abgefragt und garantiert einen auf die persönlichen Vorlieben zugeschnittenen Inhalt. Außerdem kann man bei der zuletzt gesehenen Stelle wieder fortfahren.

Als durchwegs nützlich und sinnvoll kann die Angabe der Trefferquote anhand den Vorlieben gesehen werden. So kann man schon die ein oder andere verschwendete Stunde vermeiden, wenn man diese auch beachtet. 

Die Ladezeiten der Streams können als Top bezeichnet werden. Es gibt auch kein Ruckeln zu Beginn des Abspielens, wie bei so manch anderen Konkurrent.

 

Fazit

Zusammengefasst kann man sagen, dass Netflix für Serien Liebhaber fast keine Wünschen offen lässt. Das Interface und Usability suchen seines Gleichen. Das Abo Modell ist zwar nicht gerade günstig, es können aber natürlich auch mehrere Teilnehmer auf den Account zugreifen und somit teilen sich die Kosten dementsprechend auf und dürften dann auch kein Thema mehr sein.

Von mir und uns eine klare Streaming Empfehlung die in keinem ordentlichen Haushalt fehlen sollte.