BBC Sherlock erzählt die Fälle des beratenden Privatdetektivs mit bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, der zusammen mit dem ehemaligen Militärarzt Dr. John Watson eine WG in der Londoner Baker Street 221B gründet.

Sie stehen den Ermittlern von New Scotland Yard, insbesondere Detective Inspector Lestrade, mit Rat und Tat zur Seite. Sehr zum Leidwesen von Sherlock schreibt John viele der bearbeiteten Fälle nieder und veröffentlicht diese in seinem Blog. Durch die Steigerung von Sherlocks Popularität werden vermehrt private Klienten auf ihn aufmerksam.

Die Charaktere

Sherlock Holmes

Sherlock Holmes tritt wie in den Originalgeschichten als beratender Privatdetektiv auf, der dank seiner genauen Beobachtungen und schnellen Schlussfolgerungen der Polizei, von der er häufig konsultiert wird, weit überlegen ist. Im modernen London arbeitet er bei der Aufklärung der Verbrechen mit Technik des 21. Jahrhunderts wie SMS, Internet und GPS.

Sherlock macht sich häufig über die Hilflosigkeit der Polizeibeamten lustig und stellt sie als inkompetent dar. Außerdem interessiert er sich für die Rätsel der ihm zugetragenen Fälle mehr als für das Leid der Betroffenen. Weder ist er sehr kontaktfreudig, noch will er zunächst eingestehen, Freunde zu haben. Er ist grob, berechnend und nimmt wenig Rücksicht auf seine Mitmenschen. Auch seinen Mitbewohner John Watson weiht er zunächst kaum in seine Vorhaben ein, sondern gibt ihm anfangs lediglich kleine Aufträge, ohne deren Zweck zu erläutern.

Londons Straßen, Gassen und Verkehr kennt Sherlock auswendig. Er unterhält diverse Beziehungen, beispielsweise zu dem Obdachlosennetzwerk, nach seinem Bekunden seine „Augen und Ohren“ in London. Sherlock ist, ohne dass er irgendwann auch nur bei Trainings gezeigt wird, im Kampf sehr gewandt; er überwältigt beispielsweise einen bewaffneten Mann mit bloßen Händen. Er hat Übung im Umgang mit der Pistole und ist aufgrund seiner Ortskenntnisse und seiner Ausdauer fähig, ein Taxi auch zu Fuß quer durch London zu verfolgen. Wie in den Originalgeschichten ist Sherlock zwar Raucher, hält diese Gewohnheit im modernen London jedoch für unpraktisch und beschränkt sich deshalb auf Nikotinpflaster, von denen er sich bis zu drei Stück gleichzeitig aufklebt. Dies erleichtere ihm – nach seinen eigenen Worten – das Nachdenken. Aus demselben Grund spielt er Geige und komponiert von Zeit zu Zeit eigene Melodien. Bei großer Langeweile oder fehlenden Fällen hat Sherlock zu Johns Leidwesen massive Stimmungsschwankungen und führt sich teilweise abstrus oder kindisch auf.

Dr. John Hamish Watson

Watson und Holmes entwickeln während ihrer Zusammenarbeit eine enge Freundschaft, die trotz der unzugänglichen Art Sherlocks von gegenseitigem Vertrauen und Respekt geprägt wird. Watson ist zu Beginn der Fernsehserie wegen posttraumatischer Belastungsstörungen in psychologischer Behandlung. Dort wird ihm empfohlen, einen Blog zu führen. Ihm fällt jedoch nichts ein, was er schreiben könnte. Als er Sherlock kennenlernt, schreibt er über ihre Abenteuer und Fälle. Der Blog wird rasch sehr populär, sogar populärer als Sherlocks eigene Website, was dieser überhaupt nicht verstehen kann. Durch den Blog kommen die beiden auch an Aufträge, die im Gegensatz zur Polizeiarbeit bezahlt werden und so ihren Lebensunterhalt sichern.

Als Militärarzt hat sich Watson in der modernen Version eine Verletzung im aktuellen Afghanistan-Krieg zugezogen. Er versucht, im zivilen Leben neben seiner Assistenten-Funktion bei Holmes wieder seinem Arztberuf nachzugehen.

Fazit

Die einzelnen Fälle der WG Bewohner sind brillant aufgebaut und spannend bis zur letzten Minute. Fans von Kriminalromanen und Serien können wir BBC Sherlock nur empfehlen. Verfügbar ist die Verfilmung der bekannten Buchreihe auf Netflix, Amazon, Sky und Maxdome.